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Was ist dran an natürlichen, pflanzlichen Herzmedikamenten?

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Seit Jahren geht die Verschreibung pflanzlicher Medikamente (Phytopharmaka) in Deutschland aber auch weltweit zurück. Die moderne Pharmatechnik bringt ständig neue Mittel auf den Markt, die beispielsweise auf das Herz wirkende Phytopharmaka zurückdrängen.

Zu Unrecht. Es gibt fundierte Studien, die nachgewiesen haben, daß Weißdorn in der Behandlung der leichten bis mittelgradigen Herzkranzgefäßerkrankung (Angina pectoris) genau so gut abschneidet wie die bei dieser Krankheit sonst üblichen Nitropräparate. Ähnliches gilt für das Strophantin. Dieses Medikament wirkt nicht nur auf die Herzkranzgefäße sondern auch auf den Herzmuskelzellstoffwechsel. Da es jedoch nur schlecht vom Darm aufgenommen wird, muß man eine hohe Dosis an Tabletten nehmen. Es klingt anachronistisch und wird von der modernen Kardiologie nicht wahrgenommen, daß sich eine große Anzahl von Menschen mit diesen Medikamenten behandeln lassen (Quelle: Infratest-Studie in Dr. G. v. Hummel, Herzsprache (2004)) und Erfolg damit haben. Denn wenn auch die heutzutage perfektionierte Bypaßchirurgie die Herzbeschwerden deutlich bessert, so ist doch bisher noch kein Beweis einer Lebensverlängerung durch diese Methode bewiesen worden.

Weitere Phytopharmaka, die bei Herzkrankheiten eine wichtige Rolle spielen, sind Convallaria (Maiglöckchen) und Campher. Campher ist ein belebendes, blutdruckanhebendes Mittel, das im Mittelalter bekannt war. Es hatte jedoch Nebenwirkungen. In Kombination mit anderen pflanzlichen Stoffen und in geringer Dosierung ist es jedoch bei Herzschwäche, niedrigem Blutdruck und Wetterfühligkeit (Müdigkeit) ein ideales Medikament. Ebenso gilt dies für Convallaria, das bei Herzmuskelschwäche Grad I – II genau so gut hilft wie Digitalis, das sich jedoch leichter im Körper anreichern und so zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Alle genannten Stoffe sind auch miteinander verträglich.
 

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