Psyche und Soma

...Körper, Seele, Geist - ganzheitlich

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Allgemeine Information zur Psychotherapie

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Psychotherapie ist ein Oberbegriff für viele Methoden der Behandlung seelischer Krankheiten mit seelischen Mitteln. Ansätze finden sich schon bei Hippokrates und den frühen Griechen. Vor allem in Asklepeion auf der Insel Kos gab es früh eine tempelartige Einrichtung, in der zwar auch allgemeine Leiden behandelt wurden, die Anwendungen bestanden aber vorwiegend in einer Methode, die wir heute durchaus als psychotherapeutisch bezeichnen könnten. Im Zentrum stand nämlich der Gott Asklepios, der Hüter und Bewirker der Heilkunst. Die damaligen Psychotherapeuten waren seine Priester, die die Kranken aufnahmen und betreuten. Die eigentliche Heilung jedoch bewirkte Asklepios selbst. Die Menschen mussten im Asklepeion übernachten und der Gott erschien ihnen im Traum und heilte sie. Am nächsten Morgen waren sie gesund. Natürlich ging dies nicht immer so unproblematisch von statten. Manche mussten lange bleiben, und die Priester waren auch nicht immer völlig selbstlos. Manchmal kam eben auch Hippokrates vorbei und vermittelte seine Lehren und es wurden Kräuterumschläge oder andere naturheilkundliche Methoden angewandt.

Derartige Formen seelischer Heilung wie im Asklepeion gab es natürlich auch im Christentum. Askesen, Fasten, Bußübungen, Gebete, Ablässe, Pilgerfahrten, Meditationen und vieles mehr dienten vor allem der Behandlung seelischer oder auch psychosomatischer Leiden. Im Mittelalter war dann die Alchemie eine bewährte Methode der Psychotherapie. Einfache chemische Reaktionen wie z. B. die Sublimation (Verdampfung und dadurch Trennung fester von flüssigen Bestandteilen) wurden so durchgeführt, dass sie parallel seelische Wirkungen im Laboranten verursachten. Den damaligen Menschen war jedoch der eigentliche seelische Vorgang nicht bewusst. Sie glaubten an die magische Wirkung der chemischen Vorgänge, hielten diese für real verursachend. C. G. Jung, der Schüler S. Freuds hat darüber sehr viel geforscht und klargelegt, dass die Beeindruckung durch den chemischen Hokuspokus in der Psyche der Menschen die eigentliche Wirkung darstellte. Noch im neuzehnten Jahrhundert hat z. B. Mesmer mit hypnotischen Massagen  ähnliche und eigentlich eben suggestive Vorgänge zur Therapie genutzt. Erst mit S. Freud begann das Zeitalter der modernen Psychotherapie durch die von ihm entwickelte Psychoanalyse (siehe eigenen Beitrag unter diesem Begriff).

Doch trotz dieser modernen und wissenschaftlich ausgefeilten Methode werden heute noch viele andere psychotherapeutische Verfahren angewendet. Da existiert z. B. immer noch die Hypnose. Tatsächlich kann man mit ihrer Hilfe sehr schnell in die Tiefe des Unbewussten gelangen. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass der Patient nach  dem Auftauchen aus dem hypnotischen Zustand die darin erfahrenen Geschehnisse nicht mehr so wichtig, betroffen, ernsthaft weiterverwendet. Für ihn ist der Zustand danach wie wenn er einen Film von sich selbst gesehen hat, aber jetzt tritt er wieder in die Wirklichkeit hinaus und sagt sich: das war ja nur ein Film, fast wie ein Traum, nichts Wirkliches. So bleibt er zudem vom Hypnotiseur abhängig. Eben dies war der Grund, warum S. Freud die Behandlungsverhältnisse umkehrte, den Patienten nicht mehr in Hypnose versetzte, sondern ihn selber "frei assoziierend" reden ließ, bis er Dinge sagte, die man zu nicht immer angenehmen Interpretationen nutzen konnte. Aber da der Patient eben wach und mündig blieb, musste er sich diesen Interpretationen stellen und Veränderungen zulassen. Er konnte nun nicht mehr sagen: das war ja nur ein Film.

Weitere Methoden sind z. B. die Gestalttherapie oder die Familienaufstellung. Indem man jedoch bei der Gestalttherapie stets versucht, die ideale, gute, passende Form für den Patienten zu finden, muss man immer wieder feststellen, dass damit gerade manches, was eben nicht gut, häßlich und verdrängt ist, durch die gute, positive Form nur beschönigt wird. Ähnliches passiert in der Familienaufstellung, die sicher große Emotionen freisetzt, wenn  Probanden die eigene Familie des Kranken darstellen und so dem Betroffenen ein lebendiges, wie in einer Theatervorstellung inszeniertes Drama vorführen. Im ganzen Szenarium sind jedoch jede Menge subjektiver Faktoren enthalten, die mit dem Patienten nichts zu tun haben und so klingen die starken Emotionen nach zwei, drei, Tagen meist wieder vollkommen ab und hinterlassen keine dauerhafte Erkenntnis. Daher ist meiner Menung nach nach wie vor die Psychoanalyse die einzig wirklich wissenschaftliche Methode der Psychotherapie.

Erwähnen muss man jedoch freilich noch die Verhaltentherapie, die ebenso wissenschaftlich anerkannt ist. Im Gegensatz u der sehr langwierigen und umständlichen Psychoanalyse ist die Verhaltentherapie eine direkte Lerntherapie. Es werden mit dem Therapeuten Konzepte erarbeitet, die dieser dann mit dem Patienten eintrainiert. So ist z. B. eine Domäne der Verhaltentherapie die Behandlung von Phobien (Platzangt, Höhenangst etc.). Hier geht der Therapeut mit dem Patienten eben zusammen in die U-Bahn oder auf den Ausichtsturm und zieht sich dann langsam von seiner Betreuerrolle zurück, bis der Patient selbständig die angstauslösenden Situationen meistern kann. Gerade an diesen Beispielen sieht man auch, dass die Therapie auf klar fassbare und bestimmte Symptome begrenzt ist, während die Domäne der Psychoanalyse eben die Fälle mit den vielschichten, unklaren Symptomen (neurotische Depression , Perversion oder Angst) sind.

Ausgehend von all diesen vielen verschiedenen und oft verwireedne Methoden habe ich ein neues Verfahren entwickelt, das ebenso wissenschatlichen Standarts genügt. Hierzu siehe den Beitrag unter Analytische Psychokathrasis im Wissensportal.

 

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