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Zur Begrifflichkeit:
Soma bedeutet in der Medizin: den Leib oder Körper des Menschen im Gegensatz zu dessen Psyche oder Seele.
Somatisch bedeutet: „das, was sich auf den Körper bezieht; körperlich“. Der Begriff leitet sich vom griech. σῶμα, soma (Plural: somata) zur Bezeichnung des Körpers oder des Leibes ab.
Die Bezeichnung „somatisch“ wird vor allem in der medizinischen Fachsprache gebraucht, um körperliche oder organische von psychischen Krankheiten und sog. funktionellen Beschwerden abzugrenzen. Von somatoformen Störungen ist die Rede, wenn keine organische Ursache für körperliche Beschwerden oder Symptome gefunden werden kann.Mit der Bezeichnung psychosomatisch werden in der Medizin Krankheitserscheinungen charakterisiert, bei denen Wechselwirkungen zwischen körperlichen und seelischen Vorgängen angenommen werden oder wie etwa bei der Somatisierungsstörung als nachgewiesen gelten.
BILDER AUS DEN PRAXISRÄUMEN IN DER ALLACHERSTR. 98


Durch sein Unbewusstes, durch das Fremde, Andere in sich, ist der Mensch sich ein Rätsel. Damit ist nicht etwas Unklares, Falsches, Geheimnisvolles gemeint. Das Rätsel ist vielmehr ein verborgener Sinn, ja in ihm spitzt der Sinn sich sogar zu, kulminiert sein Wesen. Ein Sinn, der schon offen liegt, der bewusst ist, mag wichtig oder nicht sein, er hat seinen Wert. Aber der zugespitzte Sinn, der Sinn, der eine Wahrheit enthüllt, der auf seine Entdeckung schon lauert, hat sicher noch eine viel größere Bedeutung als der alltägliche, bekannte und eben bewusste Sinn (einer Sache, eines Vorgangs, eines Satzes). Und eben das ist das Rätsel.
Denn das Unbewusste ist nicht etwas Unentdecktes, Unbekanntes, sondern etwas, was man entziffern, lösen, aufhellen und enthüllen muss. Im Rätsel steckt nicht nur das Rätselhafte, sondern auch der Zwang es zu klären, steckt nicht nur das Verborgene, sondern geradezu auch der Aufruf, es zu öffnen. Die Naturgesetzte sind daher keine Rätsel, sondern Mechanismen, die man ergründen kann. Man müsste es jedoch gar nicht unbedingt tun. Zigjahrtausende haben die Menschen auch ohne ihre wissenschaftliche Kenntnis gelebt, denn sie hatten Zugang über andere Wege: über den der Identität z. B. Man hat den Vorgang sich mit Naturereignissen identisch zu fühlen und so ihren inneren Wert zu ermessen auch als Konnaturalität bezeichnet. D. h., man war mit der Natur eins.
Auch die Gesetze des Verstandes sind kein Rätsel. Sie unterliegen sprachlichen, bedeutungsproduzierenden Vorgängen. Man kann ihnen mit den Neurowissenschaften, der Linguistik oder anderen Wissenschaften nahe kommen. Was ein Rätsel ist, sind vielmehr die Vorgänge, die die Natur mit dem Verstand, den Körper mit der Psyche, verbindet. Das eigene Unbewusste, die eigene Psychosomatik ist das, was für jeden selbst sein eigenes Rätsel ist. Denn es gibt darüber kein pauschales Urteil, keine gemeinsame Meinung, keine generellen Feststellungen. Um sich selbst, die eigene Identität als Rätsel zu lösen, braucht man einen Schlüssel, den man für sich selbst erst entwickeln und erlernen muss. Man kann Psychosomatik also nicht an der Universität erfahren, noch aus Büchern herauslesen. Selbst in einer Psychoanalyse, die dem Ganzen schon näher kommt, kann man den psychosomatischen Schlüssel letztlich nicht gänzlich finden. Die Psychoanalyse ist eine rein seelische auf Gesprächen beruhende Methode. Für die eigentliche Psychosomatik braucht man einen Schlüssel, der auch körperbezogen arbeitet. Lesen Sie darüber mehr in der Broschüre „Die körperlich kranke Seele" unter der Rubrik >Eigene Literatur und Publikationen<.



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